11.08.14

Florian Schweer

Turnfahrt am Urnersee

Von wackligen Kajaks und balzenden Schwänen...

Am vergangenen Samstag, 9. August, machten sich einige Unerschrockene trotz Regenwetters zur Turnfahrt des TV Wohlen in die Region Flüelen auf. Glücklicherweise war der Wettergott den wenigen Teilnehmern gut gesinnt – das Wetter in der Innerschweiz hätte, zumindest auf das Programm bezogen, besser kaum sein können. Als erster Programmpunkt stand eine dreistündige Kajaktour im Urnersee an. Nach einer (sehr) kurzen Instruktion wurden die Kajaks zu Wasser gelassen. Das Einsteigen erwies sich als schwieriger als gedacht, war das Ganze doch eine sehr wackelige Angelegenheit. Doch bis auf eine Person (deren Namen aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannt werden darf) meisterten dies alle ohne ein erstes unfreiwilliges Bad im See. Und nach den ersten paar Paddelschlägen hatten alle den Dreh raus und die Tour entlang des Seeufers konnte beginnen. Da der See am Morgen absolut eben und ohne Wellengang war, kam die ganze Gruppe in zügigem Tempo voran. Als die ersten Ermüdungserscheinungen einsetzten (und dies war schon ziemlich bald der Fall), wurde eine kurze Rast eingelegt. Das Ein- und Aussteigen klappte bei der ganzen Gruppe gut, nur eine Person (jene, welche oben schon nicht genannt werden durfte) kentere auch dieses Mal. Nach einem zweiten Zwischenstopp (danach klappte das Einsteigen dann aber auch beim Letzten einwandfrei!) in einem Seerestaurant wurde die letzte Etappe der knapp 15 Kilometer langen Tour in Angriff genommen. Etwas Wellengang und Strömung machten diesen letzten Teil ziemlich anstrengend. Etwas erschöpft und mit „sauren“ Oberarmen kam die Gruppe dann wieder am Ausgangspunkt an.
Nach einer kurzen Zwischenverpflegung wurde dann die Wanderung von Flüelen nach Isleten unter die Füsse genommen. Die Kajaktour hatte aber derart an den Kräften gezerrt, dass schon nach wenigen Marschminuten der Mittagsrast eingehalten wurde: An einer Feuerstelle, mitten im Reussdelta und gleich am See, wurden Würste, Fleisch und Brot grilliert. Die idyllische Stimmung wurde nur hie und da durch balzende Schwäne gestört. Nach dieser reichlichen Stärkung wurde die Wanderung nach Isleten wieder aufgenommen. Doch weit kam die Gruppe nicht, da erblickten die Geräteturner eine reckähnliche Konstruktion. Natürlich musste da dann sogleich eine kleine Übung vorgeturnt werden – wobei es eher beim Versuch blieb. Der restliche Teil der Wanderung wurde dann in einem Marschtempo hingelegt, da wäre selbst Max ins Schwitzen und Keuchen gekommen! Nach der Ankunft in Isleten wurde die Zeit bis zur Abfahrt des Schiffes mit Baden oder/und einem Dessert im nahegelegenen Restaurant überbrückt. Danach ging es mit der „Rigi“ zurück nach Flüelen. Am Ausgangspunkt angekommen, machte sich die Gruppe zufrieden, aber erschöpft und mit schweren Schultern und Armen vom Kajakfahren auf den Heimweg ins Freiamt.

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