24.06.15

Florian Schweer

Turnfestsieg am Regionalturnfest in Stein!

Der TVW sichert sich mit 28.37 Punkten den Sieg in der 1. Stärkeklasse

Um 09:50 Uhr versammelten sich alle Turnfest-Teilnehmer des TV Wohlen beim Bahnhof, um den Weg nach Stein AG in Angriff zu nehmen. Fast alle, denn eine Athletin hatte noch etwas Schlaf nötig und verpasste somit die Zugsabfahrt. Leider begann der Tag mit einer schlechten Nachricht, denn eine Leistungsträgerin musste kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Im Zug mussten somit noch die letzten Änderungen besprochen werden. In Brugg wurde der TVW dafür mit einem Upgrade für die 1. Klasse überrascht, die unmittelbare Wettkampfvorbereitung konnte somit nicht besser sein.
Nach der Ankunft in Stein und der Anmeldung wurden die letzten Infos bekannt gegeben, bevor sich der Verein aufteilte und sich alle auf den Weg zu ihrem ersten Wettkampf machten. Um Punkt 13:36 Uhr starteten die Geräteturner zu Ihrem GK-Programm. Sie turnten ihr Programm gekonnt durch - nicht perfekt, aber solid. Zur gleichen Zeit stiegen die Werfer in den Wettkampf ein und schleuderten die Schleuderbälle um die Wette. Dabei gelang Routinier Roger Strasser eine neue persönliche Bestleistung von 63.45m. Auch die anderen Werfer zeigten ihr Können und erarbeiteten sich dadurch diskussionslos die Höchstnote 10.00. Um 13.42 Uhr fiel dann der Startschuss zur Pendelstafette. Dafür schnürten sich Sprinter, Werfer, Läufer und sogar der Fähnrich die Nagelschuhe (diese mussten teilweise kurzfristig ausgeborgt werden) an. Ohne Wechselfehler wurde eine Zeit von 1:43min erlaufen. Den Läufern war sofort bewusst, dass dies kaum zu einer 10 reichen würde. 3 Minuten später war dank Smartphone und einer eigens dafür angefertigten Exceltabelle klar, dass eine sehr gute 9.83 erlaufen wurde. Leider kam die Ernüchterung bald, als den Geräteturnern mitgeteilt wurde, dass sie sich in der Gerätekombination nur die Note 8.73 erturnt hatten.
„Was soll‘s, müssen wir sie nun rausholen!“, dachten sich die Leichtathleten und machten sich auf den Weg zum zweiten Wettkampfteil, welcher schon eine Stunde später stattfand. Pünktlich dazu setzten Regen und starke Seitenwinde ein. Doch die Athleten trotzten den widrigen Bedingungen gekonnt und lieferten die zu erwartenden guten bis herausragenden Leistungen ab: Im Speerwurf warf Frank Nydegger denn Speer auf eine ihm bislang unbekannte Weite von über 45m. Die anderen 3 Werfer lieferten Ergebnisse ihn ihrem Leistungsbereich ab und sicherten sich somit problemlos eine 10.00! Zur gleichen Zeit wollten es die Weitspringerinnen wissen. Obwohl es nicht allen rund lief, war die 10.00 eine klare Angelegenheit. Kerstin Bütler sprang dabei mit 5.38m am weitesten.
Um 16.24 Uhr begann der dritte und letzte Wettkampfteil, wobei als erstes die ersatzgeschwächten Kugelstösserinnen und Kugelstösser in den Ring stiegen und konstante Leistungen zeigten. Obwohl sich der krankheitsbedingte Ausfall bemerkbar machte, stand am Ende eine gute 9.69 zu Buche. Gut 10min später starteten die 800m Läufer zu ihrer Mission. Für die Frauen war das Erlaufen der Höchstnote 10 ein Kinderspiel, die Männer hingegen kämpften zwar bis zum Schluss, verpassten ihre angepeilten Zeiten aber schlussendlich deutlich. Zwar sorgten falsch gestoppte Durchgangszeiten für Verwirrung, doch dies kann man als Ausrede nicht gelten lassen, denn schlussendlich muss ein Läufer auf sich hören und sich nicht auf die anderen verlassen. Nichts destotrotz gab’s auch hier eine passable Note von 9.61.
Nun war es an der Zeit, dass sich die Geräteturner nochmal zeigten. Dies taten sie mit ihrer Vorstellung am Reck gut und turnten sehr sauber. Nach dem Wettkampf war man der Ansicht, dass die Vorstellung durchaus eine 9 oder höher Wert sein müsse. Leider wurde die Freude gedämpft, als bekannt gegeben wurde, dass die Wertungsrichter die Leistung der Wohler nur mit einer 8.66 bewerteten. Unverständlicherweise wurde das Programm kritisiert. Doch an der Bewertung war nicht zu rütteln, man hatte sich damit abzufinden.
Vor dem Nachtessen wurde die ungefähre Note 28.37 errechnet, mit welcher man durchaus zufrieden sein konnte. Nach dem gemeinsamen Foto und dem Turnermenü war deshalb Feiern angesagt.
Als am Sonntag das Rangverlesen begann, gab es noch keine offizielle Rangliste. Es war lediglich klar, dass der TVW am Samstagabend noch in Führung gelegen hatte. Doch es wurde mit einem Sieg von Sulz gerechnet, hatten sie am Reck doch eine 10.00 erreicht. Deshalb war die Überraschung gross, als Lenzburg als drittplatzierte aufgerufen wurde. Da Neuenhof und der Turnverein Wohlen am Samstag mehr Punkte erturnt hatten, war klar, dass der TVW den Turnfestsieg in der 1. Stärkeklasse erreicht hatte! Als Siegerpokal gab es nicht wie sonst üblich einen grossen Kranz, sondern eine über 11 Kilogramm schwere Trophäe aus Stein.

Herzliche Gratulation allen Athleten zum Turnfestsieg! Ein besonders grosses Dankeschön geht an Cédi Koch für die reibungslose Organisation seines letzten Turnfestes als Oberturner.

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