20.06.11

Admin

Als Master Max fliegen lernte

FEUER-, WASSER- UND LUFTKAPRIOLEN!!!

Am letzten Sonntag fuhr ich um 8 Uhr weg Richtung Zürich, um die Schweizer Meisterschaften im Dreisprung sowie den Sri Chinmoy Seniorenwettkampf im Hochsprung sowie 200 m Lauf zu bestreiten. Der vermeintlich direkteste Weg erwies sich als Megaflop, denn plötzlich war ich in einen Riesenstau geraten. Was war geschehen? In einem Tunnel auf dem Westring war ein polnischer Car in Brand geraten, weshalb mir ein riesiger Rauch entgegenschlug. Da die Feuerwehr und die Polizei wegen des Feuerinfernos die Autobahn komplett sperren musste, musste ich einen Weg durch die Stadt suchen, was sich als nicht ganz einfach erwies, da ich nicht mit einer Orientierungshilfe ausgestattet bin. Nach einigen Zusatzschlaufen in der Stadt fand ich doch noch das Sihlhölzli, welches durch die Stadt nicht einfach zu finden ist.
Da in einer guten halben Stunde bereits der Hochsprung anstand, war ich einigermassen gestresst. Deshalb musste ich mich mit einer Höhe von 1,55 m zufrieden geben, zumal einige heftige Windböen beim Anlauf störten. Die Latte konnte sich zeitweise nicht einmal mehr auf dem Ständer halten! Es reichte jedoch klar für die beste erzielte Höhe aller gestarteten Hochspringer.
Beim Dreisprung waren die Bedingungen noch schwieriger. Von über 4 Meter Rückenwind bis 3,4 Meter Gegenwind fand ich alles vor, weshalb schliesslich enttäuschende 10,03 m auf dem Wettkampfblatt zu stehen kamen. Die beiden besten Versuche waren wesentlich weiter, jedoch verschenkte ich bei beiden fast einen halben Meter. Einer Wettkämpferin erging es noch schlechter, denn diese hatte keinen einzigen gültigen Versuch in 6 Sprüngen!!! Trotzdem durfte ich mich als Schweizer Meister in der Kategorie M50 feiern lassen. Nach einer längeren Pause, wo auch noch ein Gewitter niederging, bestritt ich als Dessert noch den 200 m Lauf. Hier hatte ich endlich das nötige Wettkampfglück, denn die halbe Bahnrunde war zwar noch feucht, jedoch war zum Zeitpunkt des Laufes der Gegenwind nur noch minimal. Somit konnte ich die Gunst der Minute ausnutzen und erzielte mit 26,65 Sek. eine seit einigen Jahren nicht mehr erreichte Zeit. Dies war der zweitbeste Wert aller gestarteten Läufer und reichte in meiner Kategorie deutlich zum Sieg. Kurz nach dem für mich gut verlaufenen Sprint wollte es der Wind nochmals wissen und riss auch noch ein Zelt in Stücke.

Max Hüsser

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